Sachlich oder nah dran?

Sachlich oder nah dran?

Menschen mit Blutkrebs brauchen meist eine Stammzellspende. Darüber habe ich schon so viele Male berichtet. Jedes Mal steckt hinter diesem einfachen Fakt ein Schicksal. Vor wenigen Tagen bekam ich einen Anruf. Der Pressesprecher einer Feuerwehr machte mich auf einen Kameraden aufmerksam. 39 Jahre alt, zweifacher Vater, engagierter Feuerwehrmann. Uff, durchatmen. Den Redaktionen eine Angebot geschickt. Die Kolleg*innen baten mich es umzusetzen. Der erste Teil, ein Telefoninterview mit der besten Freundin. Vorgespräch geführt, Mitgefühl gezeigt. Dann Dreh für s Fernsehen. Ideen besprochen, alles organisiert. Es war klar, dass es ein sehr bewegender Film werden würde. Doch dann stand ich da plötzlich am Spint des Feuerwehrmannes. Mein Kameramann filmte den verlassenen Spint, die ungenutzte Einsatzkleidung. Still im Umkleideraum. Wie eine Andacht. Viele traurige Gedanken über einen Mann, den ich noch nicht mal persönlich getroffen habe. Kämpfe mit den Tränen. Aber es gibt Hoffnung. Vielleicht sieht ja die entscheidende Person den Beitrag, registriert sich, der Körper nimmt die Spende an und alles ist gut. Hoffnung. Es kann noch viel Gutes passieren. Ist es zu unprofessionell? Ist der Bericht zu nah? Um etwas zu erreichen, andere zu bewegen, aufzurütteln, muss es manchmal sein. Ich drücke die Daumen! Hier zum Beitrag (bis 8.11.23 verfügbar) und hier zur DKMS-Aktion.

Schuldnerberater: „Wir können hier viel bewegen!“

Rund 350 Menschen haben im vergangenen Jahr Hilfe bei der AWO-Schuldnerberatung in Norderstedt gesucht. Dabei geht es nicht immer um riesige Summen. Manchmal sind schon 5.000 Euro zu viel, um sie jemals zurückzahlen zu können. Krankheit, Jobverlust, gescheiterte Selbstständigkeit. Die Gründe für Schulden sind vielfältig und sehr sehr unterschiedlich. Der wichtigste Rat von Schuldnerberater Horst Wördehoff ist: „Keine Scheu. Es wird niemand wegen seiner Schulden und Probleme verurteilt. Wir suchen nach Lösungen und helfen.“ Für den NDR-Podcast „Schleswig-Holstein-Schnack“ habe ich mich mit Horst Wördehoff unterhalten. Er sagt beispielsweise, dass die Lösungswege bei Überschuldung vielfältig und individuell sind. Rückmeldungen von Menschen, denen er nachhaltig geholfen hat, machen ihn sehr glücklich. Hier die ganze Folge

Was ist schon normal?

Das wir alle individuell sind und Macken, Eigenarten haben, sollte jedem bewusst sein. Die meisten von uns kommen damit im Alltag gut alleine klar. Aber es gibt Menschen, die sind halt anders, Menschen mit Behinderungen, sei es geistig oder körperlich oder beides. „Wir alle gehören zum Leben dazu“, sagt Stephan Bruns, der Leiter der Stormarner Werkstätten. Gärtner, Fahrradmonteure und viele weitere Jobs erledigen seine Mitarbeiter. Doch irgendwie fehlt es an Berührungspunkten zwischen den Werkstätten Beschäftigten und den Menschen mit Macken und Eigenheiten. Vorurteile gibt es (wie in viele anderen Bereichen auch) immer noch, weil Begegnungen fehlen. Mit Stephan Bruns habe ich mich darüber und vieles andere unterhalten. Vielleicht klappt es ja so mit einem kleinen Einblick in die Welt von Menschen mit Behinderungen. Jajaja, wieder so ein Gutmenschen-Gespräch!! Nein, ein beeindruckender Mann über noch beeindruckendere Menschen. Der Schleswig-Holstein Schnack, überall wo es Podcasts gibt, z.B. der ARD-Audiothek oder unter ndr.de/sh. Hört rein, schließlich habt Ihr ihn auch mit Euren Rundfunkbeiträgen finanziert. Danke für die Möglichkeit, Welten sichtbarer zu machen.

Norderstedt feiert 50+2. Geburtstag

Wenn so ein Geburtstag wegen einer Pandemie ins Wasser fällt, dann wird er halt zwei Jahre später einfach nachgeholt. Genauso hat es Norderstedt an diesem Wochenende gemacht. Mehr als 10.000 Menschen haben zwei Tage lang feiert. Freitag dürfte ich als Reporter arbeiten und den unfassbaren Sydney Youngblood erleben. Der Mann ist schon 61, hat auch schmerzende Beine (hat er so erzählt) und immer noch unfassbar viel Energie. Neben seinen beiden Hits („If only i could“, „Sit and wait“) hat er noch eine ganze Reihe seiner Lieblingssongs gespielt. Den Leuten hat es auch gefallen. ndr.de/sh

Partystimmung in Schenefeld beim NDR Festival

Am Samstag haben rund 11.000 Menschen den 50. Stadtgeburtstag Schenefelds (Kreis Pinneberg) gefeiert. Die Mannheimer Band ClockClock hat mit eingängigen Electro-Pop-Songs überzeugt. Vorher hat die Coverband Shout! für ordentlich Stimmung gesorgt. Die Moderatoren Kristin Recke und Julian Krafftzig haben den gesamten Abend gut im Griff. Details auf ndr.de/sh

Im Einsatz für andere – Neue Podcast-Folge

Die Hölk-Hochhäuser in Bad Oldesloe sind als sozialer Brennpunkt bekannt. Wer dort wohnt und eine andere Wohnung sucht, hat es deswegen schwer. In den beiden Hochhäusern wohnen Menschen aus fast allen Nationen der Welt. Rundrum stehen Reihen- und Einfamilienhäuser. Zwei Welten die nicht richtig zusammenpassen. Maria Herrmann ist die Quartiersmanagerin für alle in dem Stadtteil. Aber ihre Hauptarbeit besteht darin, sich um die Menschen der beiden Hochhäuser zu kümmern. Sie unterstützt sie bei Antragen, Fragen und Problemen. Ein Job der viel fordert, aber auch gibt. Darüber spreche ich in der aktuellen Folge von „Der Schleswig-Holstein-Schnack“. Zu finden in der ARD Audiothek und natürlich hier.

„Einkaufen kann mal etwas länger dauern“

Menschen die für ihr Hobby oder ihren Beruf brennen, begeistern mich immer wieder. Zu diesen Menschen gehört auch Julian Geisler. Der 37-Jährige berichtet auf Facebook und bei Instagram über seinen Heimatort Trittau und auch über die Orte in der Umgebung. Damit ist er sehr sehr erfolgreich. Über seine Einsätze an Unfallstellen, Besuche im Supermarkt, wie ein Brand sein Leben beeinflusst hat und welchen Respekt er vor ehrenamtlichen Feuerwehrleuten hat, hat Julian mit mir im Schleswig-Holstein-Schnack gesprochen. Podcast bei ndr.de/sh

Bäume pflanzen gegen Klimawandel

Bäume binden CO2, das ist eine bekannte Wahrheit. Auf der Welt werden immer noch mehr Bäume vernichtet als nachgepflanzt. Auch das ist bekannt. Und Klimaforscher machen deutlich, die CO2-Werte auf der Erde steigen und Schuld hat der Mensch. Eine Gruppe aus Bönningstedt im Kreis Pinneberg will aktiv etwas tun. Der Verein Citizens Forests hat deshalb Waldprojekte gestartet. Zum Start der Pflanzsaison 2021/22 durfte ich für NDRinfo einen Beitrag über das Projekt machen. Ergänzend, zur Einordnung gibt es noch ein Interview mit einer Expertin vom BUND. Schon das Vorgespräch war sehr sehr aufschlussreich. Nachlesen und -hören

Radtour durch Stormarn

Natur entdecken ist seit Monaten ja richtig angesagt. Mit dem Rad gibt es ja sogar noch mehr in kurzer Zeit zu sehen. Deshalb ging es mit dem Rad von Ahrensburg nach Trittau. Dieser Abschnitt ist dann auch im Radio zu hören gewesen… Aber insgesamt die Fahrt noch weiter bis nach Reinbek. Etwas über 40 Kilometer. Der letzte Abschnitt sollte schön an der Bille entlang führen. Nur doof, wenn der Wanderweg für eine Radtour eher ungeeignet ist…. Aber durch den Sachsenwald fährt es sich auch ganz toll… Stormarn ist so schön! Dabei habe ich auch einen Bahnradweg entdeckt. In Stormarn gibt es drei. Die sind richtig toll, weil sie auf einer geraden Strecke durch die Natur auf einem alten Bahndamm führen. Autos gibt es nicht. Nur grüne Felder und schattige Wälder! Toll!!!

Mitschnitt NDR1 Welle Nord 2021-05-17 Von Binnenland und Waterkant